TSY ingradual® – Über uns

Unsere Vision

Die traumasensibles Yoga GbR sieht es als wichtige gesellschaftliche Entwicklung an, dass in den letzten 20 bis 30 Jahren ein Bewusstsein dafür entstanden ist, dass Verletzungen Spuren und Narben hinterlassen. Lange Zeit wurde nur der als Held verehrt, der keinen Schmerz kennt. Das hat sich gewandelt, heute gibt es mehr Mitgefühl mit den Opfern von Krieg, Folter, Missbrauch, Demütigung und Vernachlässigung.

Besonders durch Menschen verursachte Verletzungen erzeugen eine zwar schützende aber trennende Hülle: eine Trennung sich selbst aber auch anderen gegenüber. Mitgefühl lässt Hart-Gewordenes schmelzen, der Schmerz braucht eine Würdigung, dann kann das darunter verborgene Potential sich entfalten: der Wunsch einen Beitrag zu einer humaneren Welt leisten zu wollen. Dieses in jedem Menschen ruhende Potential zu entfalten ist unser Anliegen. Leiderfahrungen warten darauf, in eine innere Kraftquelle verwandelt werden. Buddha und Christus haben es uns vorgelebt. Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst und mit Anderen gehört zu den Essentials von Yoga, diesem über mehrere Tausend Jahre alten Kulturgut.

Unsere Ziele

Als Swami Kuvalayananda vor ca 90 Jahren im indischen Kaivalyadhama-Institut sich dafür einsetzte, dass nicht nur Yogis, die allem Weltlichen entsagen, Yoga praktizieren dürfen, sondern jedermann sollte Yoga ausüben können, kam dies einer Revolution gleich. In einer Neuauflage engagieren wir TSY-Dozenten uns heute dafür: Yoga ist nicht nur für gelenkige und biegsame junge Models da, sondern auch oder vielleicht gerade für Menschen, die körperliche oder seelische Einschränkungen erleben müssen, hilfreich.

In Indien stand über Jahrhunderte die spirituelle Weiterentwicklung im Vordergrund. Die westliche Heilkunst orientiert sich am linearen Denken von Ursache und Wirkung. Einzelne Segmente der yogischen Lehre konnten bei uns adaptiert werden wie das Autogene Training, das mit Affirmationen und Selbsthypnose arbeitet, und die progressive Muskelentspannung, die durch den rhythmischen Wechsel von Anspannung und Entspannung beide Pole auch einzeln stärkt.

Regina hat vor 20 Jahren einen Kongress in Bombay besucht, der sich die Frage stellte: “Was ist der Unterschied zwischen Yoga in Indien und Yoga im Westen”. Das Resümee war: Im Westen will man immer wissen, warum was wie genau funktioniert, in Indien reicht es, wenn es geübt wird. Uns ist beides wichtig: Die therapeutische Kraft von Yoga soll wissenschaftlich im Sinne von Ursache und Wirkung erfasst werden kann ohne dabei die spirituelle Kraftquelle außer Acht zu lassen. Ha-Tha bedeutet Verbindung, diese Bedeutung braucht immer wieder ein Update.

Die Dozent(innen) des Traumasensiblen Yoga