Gemeinsamkeiten und Unterschiede von individuellen und kollektiven Traumata

07.07.2019 | Artikel, Erfahrungsberichte, Traumasensibles Yoga (TSY)

Interview zwischen Diana Ivanova und Regina Weiser geführt am 2. Juli 2019

Vorbemerkung

Vom 24. bis 26. Mai 2019 fand das Internationale Goatmilk Memories Festival in dem kleinen Ort Bela Rechka im Nordwesten von Bulgarien bereits zum 16. Mal statt. Bulgarien ist eins der ärmsten Länder innerhalb der EU und innerhalb Bulgariens ist der Nordwesten der ärmste Teil. Seit 16 Jahren bringt das interdisziplinäre Festival Menschen aus verschiedenen Bereichen (Kunst, Literatur, Film, Yoga, Therapie usw.) zusammen, um in die oft vernachlässigten und vergessenen Winkel etwas mehr Lebendigkeit und Kultur zu bringen und Sensibilität für den Umgang mit Erinnerung zu entwickeln.

Goatmilk_Festival_2019So fand sich an diesen drei Tagen ein vielfältiges und kreatives internationales Miteinander in diesem kleinen Ort mit den vielen verlassenen und zerfallenen Häusern ein. Darunter waren auch drei Yogalehrerinnen, eine finnische (Minna Jarvenpaa), die viel im Libanon mit Flüchtlingen arbeitet, eine serbische (Vesna Kosic), die in Belgrade mit traumatisierten Menschen arbeitet,  und die TSY-Dozentin Regina Weiser. Im Rahmen des Festivals initiierte Diana Ivanova (eine der beiden Hauptorganisatorinnen) eine Podiumsdiskussion unter dem Namen „Memory, Trauma and Healing. Can Yoga help?, die sich mit der Frage beschäftigte, inwieweit können auch kollektive Traumata mit traumasensiblem Yoga therapeutisch gelindert und geheilt werden? Die Nachwirkung dieses besonderen Events führte zu dem folgenden Interview.

Diana Ivanova ist vom Grundberuf Journalistin und Künstlerin, arbeitet zurzeit vermehrt als Gruppenanalytikerin und Yoga-Lehrerin in Deutschland, Italien und Bulgarien

Regina Weiser ist analytische Psychotherapeutin, Traumatherapeutin, Trauma-Yogatherapeutin (TSY ingradual®), Autorin und Dozentin für traumasensibles Yoga (TSY ingradual® GbR)

Regina: Wie bist Du zu Yoga gekommen?tsy-ingradual-Regina-Weiser

Diana: Als meine Mutter starb, 1999, bin ich auf Yoga gekommen, da hat mir Yoga viel geholfen. Solche traurigen Ereignisse eröffnen manchmal eine neue Perspektive. Ich war damals als Journalistin tätig in Prag, bin aber dann nach Bela Rechka gegangen, dem Ort, wo meine Mutter groß geworden ist. Die Verbindung mit der Heimat und den Menschen dort war mir plötzlich sehr wichtig. Durch die neuen Erfahrungen, die ich nach meiner Rückkehr gemacht habe, bin ich zu der Gruppenanalyse gekommen und habe 6 Jahre eine Ausbildung in Altaussee bei der Internationalen Gesellschaft für Gruppenanalyse gemacht und abgeschlossen, weil ich merkte, die Menschen hier im Nordwesten Bulgariens brauchen etwas mehr – und (das ist das wichtigste) – ich selbst brauche meine Verbindungen mit dem Nordwesten, wo ich geboren bin, besser zu verstehen. Parallel habe ich weiter mich intensiv mit Yoga beschäftigt, war mehrmals in Indien und habe eine Ausbildung mit der Satyananda Yoga Academy Europe (SYAE) absolviert. 

Yoga ist ja jetzt sehr eine Mode geworden, viele machen es, um sich fit und gestylt zu fühlen. Aber wenn das das einzige Ziel ist, entfernt man sich von dem Eigentlichen. Ich schätze sehr, was Ihr mit dem Traumasensiblen Yoga macht. Es hilft, sich wieder verbunden zu fühlen. Es hilft, sich selbst zu retten. Ich konnte mit Yoga in den vielen Jahren mein Leid und meinen Schmerz bewältigen, und überhaupt: meine innere Welt neu wahrnehmen.  Manche Ereignisse öffnen eine neue Tiefe. Die Tiefe, die ich in mir selbst finden kann. Ich will auch anderen helfen, sich wieder verbunden fühlen zu können. Yoga hat für alle was zu bieten, auch für die Alten, die sehr unter den Ereignissen der letzten 30 Jahre gelitten haben. Sie können viel profitieren, die Gelenke wieder flexibler werden zu lassen und den Atem zu verändern und zu vertiefen, das kann auch den einfachen Menschen helfen. Gerade die Revolution vor 30 Jahren hat deutlich gemacht, wie viele Unsicherheiten und Herausforderungen das Leben immer wieder bringt. Yoga bringt mich zur Mitte und zur Ruhe. Ich kann etwas für mich tun und für meinen Körper und meine Seele. Einen Anker im Innern können alle finden, egal ob sie in einer Diktatur oder einer Demokratie leben, es ist überall möglich, genau dort wo man gerade ist.

Aber ich würde Dich für Deine Perspektive fragen – gibt es Gemeinsamkeiten von individuellen und kollektiven Traumata?

Regina: Die Wirkungen auf den Einzelnen sind in jedem Fall sehr ähnlich: Das individuelle Trauma führt zur Sprachlosigkeit, Ohnmachtsgefühlen und Handlungsunfähigkeit. Bei einem kollektiven Trauma wie z.B. in einer Diktatur, auf der Flucht oder im Krieg kann man sehr ähnliche Wirkungen bei einer Vielzahl von Menschen beobachten. Die körperliche Bewegungsfreiheit und die seelische Unbeschwertheit werden in beiden Fällen eingeschränkt. Ein Trauma macht in beiden Fällen starr, unflexibel und leicht reizbar.

Diana: Wo siehst Du Unterschiede?

Regina: Bei einem kollektiven Trauma hängt es ja sehr davon ab, wo in der Gesellschaft mein Platz ist. Im Krieg ist es z.B. ein Unterschied, ob ich Soldat bin, der töten muss, obwohl er nicht will. Ob mein Haus zerstört, mein Körper unwiederbringlich verletzt oder ein Familienmitglied getötet wird.  Ein kollektives Trauma wirkt nicht auf alle Beteiligten gleichermaßen. Aber auch individuelle Traumata zeigen nicht bei allen Betroffenen die gleiche Wirkung, ob es sich z.B. um destruktive Familienverhältnisse oder sexuellen Missbrauch handelt. Oft gibt es bei einem Kollektivtrauma eine unterschwellige Verbundenheit, in der man sich solidarisch fühlt („den Anderen geht es auch nicht besser“). Das Individualtrauma vereinzelt mehr, führt zu Scham und Isolierung.

Diana: Kann man die Heilungsmethoden vom Individuellen auf das Kollektive übertragen?

Regina: Der Einzelne kann theoretisch auch auf der Flucht, in einer Diktatur oder im Krieg für sich sorgen oder auch in Gruppen Yoga üben. Den Psoas zu dehnen, das Kehl- und Herzchakra zu öffnen ist in allen gesellschaftlichen Umgebungssituationen möglich. Die Maxime „safety first“ macht es jedoch natürlich an manchen Stellen sehr viel schwerer. Es gibt Beispiele, wie Menschen im Gefängnis oder im Lager Yoga üben. Aber inwieweit kann sich der einzelne auch wirklich befreien? Ein individueller Befreiungsversuch kann zu Widerstand gegen eine Diktatur ermutigen, ob das sinnvoll ist, muss jeder für sich alleine klären, es ist eine Frage. Wir erleben ja gerade in den Medien, wie eine mutige Kapitänin sich gegen die staatlichen Anordnungen durchsetzte, mit ihrem Flüchtlingsboot auf Lampedusa gelandet ist und verhaftet wurde.

Du aber, glaube ich, hast mehr Erfahrungen mit kollektiven Traumata als ich. Was denkst du darüber?

Goatmilk_festival_traineeDiana: Bei kollektiven Traumata denken viele zuerst an Krieg und Flucht. In meinem Leben wurde plötzlich die Frage interessant: Was macht eine Revolution mit den Menschen? Es gab eine sehr starke und sehr plötzliche Veränderung unserer Gesellschaft durch das, was 1989 passierte. Von Einigen (wie von mir und meinen Freunden, damals Studenten) wurde dieser Wandel sehr stark gewollt und von anderen gar nicht. Als mir das bewusst wurde, dass das für einige Bulgaren traumatisch war, hat es mich sehr erstaunt: Was wir als Studenten wollten, war für einen Teil der Bevölkerung traumatisierend. Aus der Perspektive des alten Systems hieß das: Plötzlich war die Versorgung in den Krankenhäusern nicht mehr kostenlos, jeder musste von der eigenen Tasche zahlen und durch die schnelle Inflation war das Geld, was man jahrelang gesammelt hat, weg. Um paar Beispiele zu geben – man musste ins Krankenhaus mit eigenem Kissen, Bettzeug und allen nötigen Mitteln gehen, sonst wurde man nicht aufgenommen. Viele Leute müssten plötzlich irgendwie überleben. Mein Vater hat beobachtet, wie unser Nachbar in Montana, Direktor des historischen Museums, ein gebildeter Mann in Rente, in den Mülleimern auf unserer Straße am Abend Essensreste gesammelt hat. Viele Rentner, auch meine eigenen Eltern, haben die Städte verlassen und sind in die Dörfer zurückgegangen, um die Lebenskosten zu reduzieren und von der eigenen Gemüseproduktion im Garten zu leben. Überhaupt – die Wende war für viele Menschen ein Schock, ein Trauma. Wofür vorher der Staat sorgte, fiel alles weg. Bis heute wird es nicht als Triumph erlebt, dass wir in einer Demokratie leben. Jeder musste sich alleine retten. Ich als diejenige, die als Studentin diesen Umsturz wollte, bin plötzlich in Einsamkeit geraten, weil die größere Hälfte der Bevölkerung es anders erlebt hat und auch anders wollte. Viele Leute, die damals diese Entfremdung gegenüber den anderen gespürt haben, haben das Land verlassen. Fast 2 Millionen Bulgaren leben im Ausland. Das trifft auf viele postkommunistische Länder zu: Die Jungen wollten Veränderung, für die Älteren war es eine Belastung: eine plötzliche unerwartete Veränderung von allem, was vorher richtig und sicher war (es ist natürlich nicht nur ein Konflikt zwischen der jüngeren und der älteren Generation, das wäre zu einfach). Die Revolution war nicht geplant, wie jede Revolution, die Ereignisse überstürzten sich. Es wurde von Jedermann verlangt, dass er sich anpasst an das, was die neuen Zeiten wollen, und von jetzt auf gleich etwas anders machen muss. Anpassen konnten sich aber nur diejenigen gut, die an der Macht waren, aber nicht die einfachen Leute. An die Macht gekommen sind die Leute, die das System für sich nutzen konnten, ein kleiner Teil der Bevölkerung. Die Gerechtigkeit ist auf der Strecke geblieben. Bis heute.

Regina: Ich habe mal eine Zeitlang Yoga-Fortbildungen in der „Beratungsstelle für die Opfer der SED-Diktatur“ in Berlin gegeben, da habe ich viel Ähnliches kennengelernt. 

Diana: Es gab von uns aus dem Ostblock viel Neugier auf das, was aus dem Westen kommt, aber das war eine Einbahnstraße. Es gab keine gegenseitige Neugier, kein Interesse sich gegenseitig kennen zu lernen. Es war schmerzhaft, das festzustellen. Das war auch einer der Gründe das Goatmilkfestival in Bela Rechka mitzuinitiieren: Es ist seit 16 Jahren ein internationaler Begegnungsort, wo man sich so zeigt, wie man ist. Einheimische sollen auf Augenhöhe mit Menschen aus anderen EU-Ländern sprechen können. Oft wird von Bulgaren gesagt, wenn man sich mit Menschen aus dem Westen trifft, sollte man sich besser stellen als man ist. Diese Klischees von der Osten und der Westen sollen überwunden werden, damit wieder Vertrauen in uns Menschen, in das zwischenmenschliche wächst. Das Wort „Solidarität“ soll wieder mit Inhalt gefüllt werden. Wir können zusammenwachsen und viel mit einander und gemeinsam tun.

Regina: In der ehemaligen DDR war das auch so, habe ich immer gehört:  der eine kann das, der andere was Anderes, man hilft sich gegenseitig. Da muss noch viel in der EU aufgearbeitet werden. Gab es Solidarität früher zur Zeit des Kommunismus mehr? 

Diana: Auf jeden Fall – Ja! Natürlich wurde das Wort auch vom Staat missbraucht, man musste aus Solidarität z.B. mit den Bauern bestimmte Arbeiten gemeinsam tun, ob man wollte oder nicht, also nicht freiwillig. Aber darunter gab es auch viel echte Solidarität, man hat z.B. zusammen ein Haus gebaut und sich gegenseitig geholfen. heute gibt es nicht mehr diese Solidarität, die es früher gab. Vor allem – eine große Unsicherheit verhindert, dass man sich zusammensetzt und austauscht. Es geht nicht darum, zusammen zu feiern, das können die Bulgaren gut, sondern dass man sich über die unterschiedlichen Positionen ehrlich austauscht.

Regina: Was Du erzählst, macht deutlich, wie wichtig es ist, diese unterschiedlichen Perspektiven zu verstehen. Glaubst Du, dass Yoga auch in dieser Situation und  in dieser Umgebung etwas bewirken kann? In diesem Jahr waren ja zum ersten Mal auch drei Yogalehrerinnen in Bela Rechka. Und es gab eine Podiumsdiskussion mit uns. Was hat das gebracht?

Diana: Ich war erstaunt, wie viele im Yoga Kurs dabei waren. Es wurde gut aufgenommen. Das Interesse war groß. Bela Rechka ist ja ein ganz einfacher Ort mit nur 50 Einwohnern. Ich überlege selbst, mit älteren Menschen dort mehr zu machen, wenn ich da bin: Yoga auf Stühlen kann man an jede Altersgruppe anpassen. Mit Yoga etwas bewegen, was vorher starr, steif und unflexibel war. Die Menschen in Bulgarien sind auf der Suche, viele suchen neue Anker im Inneren. Ich erinnere mich, vor etwa 10 Jahren haben wir mit einer Theatergruppe in Bela Rechka ein Theater der Sinne mit dem Namen „Labyrinth“ gemacht, viele alte Menschen aus dem Dorf waren da. Ich habe kurz die Hände von allen gehalten, am Anfang des Theaterstücks, eine sehr starke Erfahrung für mich, ich konnte spüren, wie wenig sie berührt werden. 

Regina: Angela spricht immer von der Wichtigkeit der basalen Stimulation. Der Berührungssinn ist der erste Sinn, der sich entwickelt. Ich habe gerade das Buch von Joachim Bauer Wie wir werden, wer wir sind gelesen. Darin schreibt er: Die Art und Weise, wie der Vater oder die Mutter das Kind beim Wickeln, Anziehen oder Windeln wechseln berührt, gibt dem Kind das Gefühl, ob es wichtig ist und geliebt wird oder ob es der Mitwelt eher lästig ist. Vieles ist möglich auch ohne Sprache, das merke ich auch, wenn ich mit Geflüchteten arbeite. Mitmachen und nachmachen kann auch Einer, der die Worte nicht versteht. Das gemeinsame Tun erzeugt ein Verbindungsgefühl, man kann das verlorene Vertrauen in die Welt wiederfinden.

diana_ivanovaDiana: Ja, dieses Gefühl, das wir gemeinsam verbunden sind und bleiben, egal wer was ist, ist sehr wichtig. Ich glaube, mit dem gemeinsamen Tanzen jedes Jahr im Zentrum von  Bela Rechka auf dem Festival, mit der Brass Band aus der Nachbarstadt, wo alle, Alt und Jung, arm und reich, gemeinsam tanzen, erleben wir immer wieder diese tiefe Verbundenheit. Ich glaube mittlerweile, das ist etwas ganz archaisches Bulgarisches. Ich liebe es, ich spüre es sehr tief. Einmal im Jahr in Bela Rechka.

Und noch etwas sehr Wichtiges dazu – weil im Kommunismus vieles vertuscht wurde, war es wichtig, bisher Verbotenes zur Sprache zu bringen. Das brauchte auch Zeit und hat viel Melancholie nach oben gebracht. Ich glaube aber, jetzt ist dran, nicht nur über die schlimmen Erfahrungen, sondern wieder über die Freude zu erzählen. Ich finde es selbst wichtig, der Freude mehr Platz zu geben, ohne das Schlimme zu verleugnen. Ich habe gerade das Buch von Verena Kast gelesen „Was wirklich zählt, ist das gelebte Leben. Die Kraft des Lebensrückblicks” (das Buch lag auf dem Tisch meines Schwiegervaters, der vor kurzem gestorben ist).  Sie schreibt wie wichtig ist, unsere Lebensgeschichte nicht nur unter dem Aspekt der Schwierigkeiten zu erzählen, sondern auch aus der Perspektive der Freude – danach zu fragen wie und in welchen Situationen Freude erlebt wurde. Also – gerade im letzten Abschnitt des Lebens, eine Freudenbiografie zu schreiben.  Es ist wichtig, nicht nur den Schmerz zu sehen. Narben sind da, aber nicht nur Narben, man kann auch die Freude über den Körper und seine Lebendigkeit spüren. 

Regina: Den Atem in alle Zellen des Körpers führen und spüren. Die Enge überwinden: Aaah da kommt wieder Freiraum in meinen Brustkorb! Beides sind Extreme: nur an das Schlimme oder nur an das Gute zu denken. Der Traumaverarbeitungsprozess findet im Wechsel von auftauchen lassen und wieder sinken lassen statt. Trigger sind der Ruf der Seele nach Integration: das Traurige will gesehen werden, aber danach will auch die Leichtigkeit gelebt werden. Es gibt Übungen, die helfen zur Ruhe zu kommen, und andere führen in die Aktivität und in die Kraft oder Freude. Beides will Raum haben.

Diana: Was gehört noch zu den Kernpunkten beim traumasensiblen Yoga?

Regina: Uns ist das Spüren wichtig. In manchen Fitness-Studios wird gesagt: Geh über deine Grenzen. Das wirst Du bei uns nicht hören. Es ist wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen und vor allem zu spüren. So kann es wichtig sein, mal bewusst über die Grenze zu gehen mit der beobachtenden Frage: wo ist der Punkt, an dem ich anfange, mehr zu verspannen? Es geht um das Spüren: was tut mir gut, was braucht mein Körper? Die eine Person genießt die Herzöffnung und der andere braucht mehr Standfestigkeit oder Flexibilität in den Kniegelenken, also den inneren Arzt zu aktivieren. Wenn ich mit mir selber fürsorglich umgehe, kann ich mich auch anderen gegenüber einfühlender verhalten.

Diana: Unser Austausch freut mich und ich bin Dir sehr dankbar.

Regina: Ganz meinerseits! Ich glaube, wir sind mit der Frage nach der Heilung von kollektiven Traumata erst am Anfang. Nicht nur die Bulgaren, auch wir Deutschen haben ja kollektive Traumata erlebt. Es wäre schön, wenn wir nach einiger Zeit das Thema nochmal aufgreifen und vertiefen!

Hinweis:

Diana Ivanova leitet mit ihrer Schwester zusammen einen Yoga-Retreat in Bela Rechka, vom 05.-10. August 2019. Weitere Informationen finden Sie http://novakultura.org/en/blog/2019/06/03/new-week-purity-3-8-august-2018/

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tsy-ingradual-Regina-WeiserÜber die Autorin des Artikels

Regina Weiser, Dipl.-Psych.
und Yogalehrerin (MYI), Trauma-Yoga-Therapeutin (TSY)

analyt. Psychotherapeutin seit 1986, Yogatherapie-Studium am Yogatherapie-Institut in Lonavla, Indien, Yogalehrerin (MYI), Sen-Therapeutin im Therapeutennetzwerk zur Begleitung spiritueller Krisen, Traumatherapeutin nach L. Reddemann, Autorin von "Mit Yoga Lebensängeste bewältigen" und "Yoga in der Traumatherapie"

http://www.yoga-in-der-traumatherapie.de/

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