Dozentin Angela Dunemann

Mitgefühl leben

„Es gibt nichts Gutes – außer man tut es…“ Erich Kästner

Das Leben hat Spuren auf meinem Weg hinterlassen, wieder ins Spüren kommen, mir selbst auf die Spur kommen – Mitgefühl als Weg, das ist das Lebensmotto von Angela Dunemann.tsy-ingradual-Angela-Dunemann

Mitgefühl sieht alle Hindernisse, Schmerzen, unangenehme Gefühle und Körperempfindungen als Ausdruck des Lebens an, das sich nach Erfüllung und Entfaltung sehnt. Indem wir diesem scheinbar   Schwierigen in uns und in unserem Leben Raum geben, öffnen sich neue, heilsame Wege. So kommen wir in Kontakt mit unserem Wesenskern und tauchen ein in die lebendige Kraft und Schönheit der Bedürfnisse.

Angela Dunemann lebt und arbeitet seit 30 Jahren in Wetzlar.

Seit dieser Zeit arbeitet Sie als Diplom Sozialpädagogin, Therapeutin und Yogalehrerin im Albert-Schweitzer-Kinderdorf. Sie hat dort mit ihrer eigenen Familie und sieben Pflegekindern gelebt. Inzwischen wirkt sie als systemisch ausgebildete Kinder/Jugendlichen und Traumatherapeutin. Gleichzeitig leitet Sie seit 20 Jahren zusammen mit ihren Kolleginnen ein eigenes Yoga-Institut, Mandala Wetzlar. Hier unterrichtet sie nicht nur in Kursen sondern auch in der Yogaausbildung.

Ihr sind in diesen Jahren unzählige kleine und große Menschen begegnet, die schwere Erlebnisse zu verkraften haben. Trennungen, körperliche und seelische Gewalt, Vernachlässigung und vieles mehr hinterlässt Spuren. Die Folgen dieser schrecklichen Erfahrungen erschweren eine gesunde Entwicklung und stehen einem selbstbestimmten und erfüllten Leben oft im Weg. Die Beziehung zu sich selbst, zu anderen Menschen und zur Welt ist häufig sehr stark beeinträchtigt.

Angela Dunemann begreift es als großes Lebensgeschenk, dass ihr damals 20jährig eine reife und erfahrene Yogalehrerin begegnet ist. Diese über 70jährige hat sie mit ihrer enormen geistigen und körperlichen Beweglichkeit und vor allem mit ihrer authentischen und klaren Ausstrahlung tief beeindruckt. Es hat in ihr die Vision reifen lassen, dem Yogaweg zu folgen.

Ihre Ausbildung im klassischen Hatha-Yoga am Institut für Verhaltenstherapie und Präventivmedizin Bad Nauheim (DYU) hat sie ergänzt durch zahlreiche Aus- und Weiterbildungen. Eine 4-jährige Ausbildung bei Mira Müller-Grosse im “Yoga des Herzens“, www.yogamira.de hat ihr Yogaverständnis erweitert.

Zu ihr finden Menschen in allen Lebensphasen und ihre Kurse spannen den Bogen vom Kinderyoga über klassische Hatha-Yogakurse bis zu Kursen für Menschen in seelischen Krisen. Die therapeutische Yogaeinzelarbeit ergänzt diese Angebote und ermöglicht es Menschen, sich im geschützten Einzelsetting zu probieren, bevor sie den Schritt in die Gruppe wagen.

Sie unterrichtet inzwischen einen eigenen Yoga-Stil, den sie als in erster Linie wahrnehmungsorientiert begreift.  Dieser Stil verbindet das „Klassische“ mit fließenden Yogasequenzen, Energieübungen und Affirmationen, gespeist aus der langjährigen Erfahrung mit vielen unterschiedlichen Menschen. Die Arbeit mit den Kindern regt immer wieder ihre Kreativität und Fantasie an und befruchtet ihr Yoga mit vielen lebendigen Elementen aus der sensomotorischen Förderung.

In ihrem Verständnis kommt nicht der Mensch zum Yoga sondern im umgekehrten Sinn das Yoga zum Menschen. Das bedeutet, dass jede Übung so angeglichen werden kann, dass sie sich auch mit momentanen „Handicaps“ ausüben lässt.

Integrität und Selbstbestimmung, ihre eigene und die ihrer TeilnehmerInnen und KlientInnen sind für sie weitere wichtige Aspekte.

Ausgehend von der Erkenntnis, dass es keine Körper ohne Seelen und keine Seele ohne Körper gibt, trifft seit einigen Jahren die klassische Gesprächstherapie immer häufiger auf körperorientierte Verfahren.

Ihre therapeutischen Qualifikationen hat sie in einer 2 jährigen Weiterbildung in systemischer Kindertherapie (NIK-Bremen) und einer 2 jährigen Weiterbildung in systemischer Traumatherapie (Ifs-Essen) erworben.

Darüber hinaus ist sie inzwischen Heilpraktikerin für Psychotherapie.

Verbindungen schaffen, als weiteres Lebensmotto setzt sie in den gelebten Teams und in der Qualität ihres Wirkens um. Seit 20 Jahren im Institut für Yoga und Gesundheit, Mandala und seit 3 Jahren als Gesellschafterin der TSY ingradual® Dunemann-Weiser-Pfahl GbR

So fließen in ihre therapeutischen Settings häufig Yogaelemente ein und in ihrem Yogaunterricht, z.B. mit jungen Migranten ihre therapeutischen Erfahrungen.

Im Rahmen der von der TSY ingradual® Dunemann-Weiser-Pfahl GbR durchgeführten Seminare und Ausbildung ist es ihre große Motivation, Therapeuten und Yogalehrende zusammen zu bringen, um wechselseitig von den Erfahrungen zu lernen. Menschen in der Arbeit mit traumatisierten Menschen zu befähigen, dem Schweren und oft Unaussprechlichen mit Kompetenz und Mitgefühl zu begegnen, ob im Yogaunterricht oder in der Therapie ist dabei ihr Hauptanliegen.

Sie findet es immer wieder berührend und bereichernd, Yoga außerhalb des Übungsraums und der Yogamatte in den verschiedensten Situationen zu praktizieren.

Seit einigen Jahren kooperiert sie mit Reiseveranstaltern, vom nördlichen Norwegen bis zu dem südlichen, tunesischen Wüstenhimmel war sie als Yogalehrerin unterwegs. Aktuell ist sie für den Reiseveranstalter Neue Wege tätig.

Info:

Veröffentlichungen:

  • 2005 Yoga und Bewegungsspiele für Kinder, Kösel-Verlag
  • 2010     Yoga in der Traumatherapie, mit Regina Weiser, Klett-Cotta-Verlag
  • 2017     Traumasensibles Yoga, Posttraumatisches Wachstum und Entwicklung von Selbstmitgefühl, mit Regina Weiser und Joachim Pfahl, Klett-Cotta- Verlag