Veranstaltungshinweis zur Corona Situation

Bis Ende 2020 finden nur noch Onlineseminare statt!

Was genau ist Traumasensibles Yoga (TSY)?

Traumasensibles Yoga (TSY) ist ein praktisch erprobter und theoretisch reflektierter Ansatz, der Resilienz und Posttraumatisches Wachstum fördert. Unter den körperorientierten traumatherapeutischen Angeboten nimmt es eine herausgehobene Stellung ein. Durch das Prinzip der achtsamen Körperwahrnehmung werden Heilungsprozesse angestoßen, die den vom Leben abgeschnittenen traumatisierten Menschen wieder in Verbindung bringen – mit sich selbst und mit der Welt.

Unsere zertifizierte Fortbildung (Grundlagenseminare 1-3) im traumasensiblen Yoga (TSY) möchten Sie befähigen, den therapeutischen Wert des Yoga zu nutzen. Vorwiegend kognitiv arbeitende Therapeuten lernen wie sie gewonnene Einsichten körperlich verankern und nachhaltig vertiefen können. Yogalehrer*Innen werden sicherer in ihrer spontanen Reaktion auf zunächst unverständlich wirkendes Verhalten. Betroffene kommen in einen ersten Kontakt mit ihrem “inneren Arzt”. Die Teilnehmerinnen erfahren, wie Yoga mit unterschiedlichsten Zielgruppen durchgeführt werden kann (z.B.  im Gefängnis, beim Militär, mit Flüchtlingen, im klinischen Kontext  oder in der stationären Jugendhilfe). Es wird erfahren wie Yoga  im Einzel-setting integriert werden kann.

Auf Basis der Grundlagenseminare baut die Trauma-Yogatherapeuten-Ausbildung auf. Hier hat die Selbsterfahrung mehr Raum. Was ich selbst erlebt, gespürt und erfahren habe, kann ich authentisch weitergeben. Die meisten Menschen haben im Verlauf ihres Lebens auch schmerzliche Erfahrungen machen müssen. In Demonstration, Partnerübung und Supervision wird die heilende Kraft von Achtsamkeit, Bezeugung durch eine Gemeinschaft und würdigende Begleitung erlebt, beobachtet und erfahren. Die Durcharbeitung und Verwandlung  von Verletzungserfahrungen ist eine Voraussetzung, um später selber therapeutisch zu arbeiten. Darüberhinaus gibt es die Möglichkeit,  in die Dozententätigkeit einzusteigen – entweder im Rahmen unserer TSY-Ausbildungen oder in anderen Zusammenhängen. 

 

Kann Traumasensibles Yoga (TSY) mir helfen?

 

Als Betroffene(r):
  • gewinne ich neuen Mut in einer auf Heilung ausgerichteten Gruppe
  • erfahre ich, wie ich mir selber in schwierigen Situationen helfen kann
  • fange ich an, mich endlich wieder zu spüren und lebendiger zu werden
  • und kann wieder mehr am Leben um mich herum teilnehmen
Als professionelle Begleiterin von traumatisierten Menschen:
  • erweitere ich mein therapeutisches Handwerkszeug
  • erfahre ich wie Körper, Seele und Geist sich gegenseitig beeinflussen
  • als Yogalehrerin verstehe ich immer besser, dass eigenartiges Verhalten eine normale Reaktion auf ein unnormales Ereignis ist
  • als verbal ausgebildete Therapeutin erlebe ich, wie kurze Yogaübungen einen frischen Geist ermöglichen

Fachbuch – Traumasensibles Yoga von (TSY)

Leseprobe Buch Traumasensibles YogaDas Autorenteam stellt in diesem Buch sein in der Weiterbildung erprobtes Konzept des Traumasensiblen Yoga (TSY) vor, das neben dem Kernteil der Yoga-Praxis im therapeutischen Umfeld viele andere dazu gehörige Aspekte thematisiert: Warum wirkt Yoga? Wie begegnet der Therapeut besonderen, traumabedingten Schwierigkeiten? Wie passt der Yoga-Ansatz zu den verschiedenen therapeutischen Schulen? Was hilft bei welchen Störungsbildern? Wie kann durch basale Stimulation im Yoga eine entwicklungspsychologische Nachreifung angestoßen werden?

Dieses Buch richtet sich an:

  • – PsychotherapeutInnen aller Schulen
  • Medizinische Pflegekräfte und Ärzte
  • – TraumatherapeutInnen
  • – Yoga- und Meditationslehrer/Innen
  • – und Betroffene

Erschienen im Klett-Cotta Verlag unter der Reihe „Leben lernen“ ISBN 978-3-608-89181-2 und kostet 28,- €

Dozenten des Traumasensiblen Yoga (TSY)

Unsere Dozenten sind alle Yogalehrer*Innen, die jahrzehntelang an unterschiedlichen Orten Yoga und Meditation therapeutisch angewendet haben, um traumatisierte Menschen zu begleiten.

Regina Weiser, Dipl.-Psych
25 Jahre kassenärztliche Niederlassung als analytische Psychotherapeutin mit Zulassung für Einzel- und Gruppentherapie

Angela Dunemann, Dipl.-Soz.-Päd.; HP Psychotherapie
Arbeit seit 30 Jahren mit traumatisierten Kindern/Jugendlichen und Erwachsenen im Albert-Schweitzer Kinderdorf und eigenen Institut

Joachim Pfahl, B.Sc.
Arbeit seit über 40 Jahren mit traumatisierten Menschen in Gefängnissen und Soldaten

Barbara Rossow-Schneider, Dipl.-Psych
kassenärztliche Niederlassung als psychologische Psychotherapeutin , Yogalehrerin (VIYM)

Katrin Funke,
Pädagogin (M.A.), HP Psychotherapie, Yogalehrerin, Trauma-Yogatherapeutin (TSY)

Doris Hinze, staatl. gepr. Betriebswirtin mit langjähriger Tätigkeit im Gesundheitswesen

Yogalehrerin (VIYM), Trauma-Yogatherapeutin (TSY)